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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Nördliches Südamerika
Verbreitung: Nördliches Südamerika
Lebensraum:
Lebensweise: tagaktiv, in kleinen Familiengruppen bis zu 10 Tieren
Nahrung: Früchte, Insekten, kleine Wirbeltiere
Grösse: bis 28 cm
Gewicht: bis 600 g, Neugeborene 50 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: etwa 155 Tage
Wurf-Gelege: meist Zwillinge
Geschlechtsreife: mit 16 bis 20 Monaten
Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Das Fell der Rothandtamarine ist dunkelbraun oder schwarz gefärbt. Namen gebendes Merkmal sind die rötlich-gelben Vorder- und Hinterpfoten. Das dunkle Gesicht ist unbehaart, die großen Ohren ragen aus dem Fell heraus.

Rothandtamarine leben im nördlichen Teil Südamerikas, insbesondere im Amazonas-Becken. Sie sind in Brasilien, Französisch-Guyana und Venezuela beheimatet. Die Tiere leben in den unteren und mittleren Etagen im tropischen Regenwald, in Sekundär- und Buschwäldern sowie an Urwaldrändern von Flüssen und Seen. Rothandtamarine springen wie alle anderen Tamarinarten und finden mit Hilfe der mit Krallen bewehrten Finger und Zehen sicheren Halt. Nicht selten werden Sprünge von bis zu 8 m beobachtet.

Aufgrund ihrer Geschicklichkeit im Geäst sind Rothandtamarine hervorragende Jäger, die sich vornehmlich von animalischer Kost ernähren. Neben allerlei Insekten werden gerne Kleinnager und Vögel erbeutet, die mit ihrem kräftigen Gebiß schnell erlegt werden. Daneben ernähren sich Lisztaffen von Insekten, Früchten, Samen und Baumsäften.

Nur das ranghöchste Weibchen einer Gruppe bringt Junge zur Welt, die nach einer Tragzeit von rund 5 Wochen geboren werden. Die Jungtiere, zumeist werden Zwillinge geboren, werden vom Vater getragen. Nur kurzzeitig zum Säugen klettern die Jungtiere zur Mutter. Im Alter von etwa drei Monaten werden die Jungen entwöhnt und steigen ganz auf feste Nahrung um. Für gewöhnlich bleiben die Jungtiere für viele Jahre im Elternverband, verlassen diesen jedoch gelegentlich und bilden eigene Trupps. Letztere halten sich im Revier der Hauptgruppe auf und vereinigen sich mit dieser von Zeit zu Zeit wieder. Damit stellen diese Tiere das Reservoir dar, aus dem zu gegebener Zeit Einzeltiere in ranghohe Positionen hineinwachsen und das neue Zuchtpaar bilden.

Durch Abholzung der Urwälder verlieren die Tiere mehr und mehr ihres natürlichen Lebensraumes. Ihr Bestand wird als gefährdet eingestuft. In Zoologischen Gärten werden Rothandtamarine mittlerweile häufig gehalten mit sehr guten Zuchterfolgen.