Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Grus antigone
Verbreitung: Südostasien
Lebensraum:
Lebensweise: paarweise
Nahrung: Kleintiere, Wasserpflanzen, Sämereien
Grösse: 150 cm
Gewicht: 7 bis 8,5 kg
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 29 bis 36 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 3 Eier, zumeist 2
Geschlechtsreife: mit 3 bis 4 Jahren
Lebenserwartung: über 40 Jahre

Mit einer Körpergröße von 150 cm zählt der Saruskranich zu den größten Kranichvögeln. Das gesamte Gefieder ist einheitlich grau gefärbt. Lediglich die unbefiederten Hautpartien am Kopf und am oberen Hals sind leuchtend rot gefärbt. Die Geschlechter sind äußerlich nicht zu unterscheiden.

Der Saruskranich ist in weiten Teilen Südostasiens, von Pakistan bis Malaysia, verbreitet. In den 60er Jahren wurde der Saruskranich zudem in Nordaustralien eingebürgert. Die paarweise lebenden Vögel sind sehr standorttreu und verbringen das ganze Jahr in ihren angestammten Revieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Kranicharten gibt keine saisonale Wanderungen zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten. Saruskraniche bevorzugen Feuchtwiesen und Sumpfgebiete als Lebensraum. Hier suchen die Vögel tagsüber nach Nahrung, die sowohl aus pflanzlicher als auch tierischer Kost besteht.

Zur Paarungszeit errichten die Altvögel ein einfaches Bodennest aus Zweigen, Ästen und Gräsern. Das Nest wird im flachen Wasser der Sumpfgebiete errichtet. Die zumeist 2 Eier werden vornehmlich vom Weibchen erbrütet. Das Männchen bewacht das Gelege. Nach 29 bis 36 Tagen schlüpfen die Jungvögel, die als Nestflüchter kurz nach dem Schlupf das Nest verlassen und von beiden Altvögeln geführt werden. Im Alter von etwa drei Monaten sind die jungen Saruskraniche flügge. Sie bleiben aber häufig bis zur nächsten Brutsaison bei den Elternvögeln.

In Indien gelten Saruskraniche als heilige Vögel und sind somit streng geschützt. Der Bestand gilt als gesichert. Auch im Norden Australiens zeigt sich die dort ansässige Population der Saruskraniche stabil. In seinem weiteren Verbreitungsgebiet in Südostasien ist der Saruskranich, aufgrund menschlicher Eingriffe in seinen natürlichen Lebensraum, jedoch gebietsweise von der Ausrottung bedroht.