Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Ciconia nigra
Verbreitung: Europa, Asien, Afrika
Lebensraum: Wälder mit der Nähe zu Gewässern
Lebensweise: paarweise
Nahrung: Fische und Amphibien, sowie Insekten, Krustentiere, kleine Reptilien
Grösse: 95 bis 100 cm
Gewicht: bis 3 kg
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 32 bis 38 Tage
Wurf-Gelege: 2 bis 6 Eier (durchschnittlich 3 bis 4)
Geschlechtsreife: nach 3 bis 5 Jahren
Lebenserwartung: über 20 Jahre

Der Schwarzstorch ist als schwarzer Verwandter des sehr ähnlichen und allseits bekannten Weißstorches zu sehen. Im Gegensatz zum Weißstorch hat der Schwarzstorch ein nahezu einheitlich schwarzes Gefieder mit einem grünlichen und rosa Schimmer. Lediglich die Körperunterseite ist weiß gefärbt. Ähnlich wie beim Weißstorch sind die Beine und der Schnabel leuchtet ror gefärbt. Ebenfalls rot ist die nackte Hautpartie um die dunklen Augen. Die männlichen Schwarzstörche sind gewöhnlich etwas größer als die Weibchen.

Ähnlich wie beim Weißstorch erstreckt sich das Verbreitungsgebiet des Schwarzstorches von Europa und Asien bis nach Afrika. Im Gegensatz zum Weißstorch jedoch, der sich zumeist im offenen Gelände aufhält, bevorzugt der Schwarzstorch bewaldete Regionen. Hier findet man den Schwarzstorch vornehmlich in der Nähe von kleinen Flüssen, Bächen und Teichen, in denen er nach geeigneter Nahrung sucht. Vorzugsweise werden Fische erbeutet. Jedoch werden auch andere Kleintiere nicht verschmäht.

Je nach Region beginnt die Brutzeit in den Frühjahr- oder Sommermonaten. Das Brutpaar errichtet ein großes Zweignest, das einen Durchmesser von gut 150 cm aufweisen kann. Gewöhnlich werden 3 bis 4 Eier gelegt, aus denen nach etwas mehr als einem Monat die Jungvögel schlüpfen. Die ganz in einem weißen Dunengefieder gekleideten Jungvögel werden gut zwei Monate von den Altvögeln betreut, bevor die Jungvögel flügge sind. Im Alter von drei Jahren erreichen die jungen Schwarzstörche ihre Geschlechtsreife.

In Zoologischen Gärten werden Schwarzstörche eher selten in großen Flugvolieren oder auf offenen Anlagen gehalten, gelegentlich in Vergesellschaftung mit anderen Tierarten. Aufgrund von Lebensraumzerstörung gelten Schwarzstörche im Freiland gebietsweise als bedroht.