Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Testudo gigantea
Verbreitung: Seychellen
Lebensraum:
Lebensweise: einzeln oder in geselligen Gruppen
Nahrung: Gräser, Kräuter, Blätter, Früchte
Grösse: Panzerlänge bis 120 cm
Gewicht: bis 250 kg
Paarungszeit:
Trag-Brutzeit: im Frühjahr, 85-120 Tage (Inkubationszeit)
Wurf-Gelege: 4 bis 10 Eier
Geschlechtsreife: nach 20 Jahren
Lebenserwartung: über 150 Jahre

Riesenschildkröten sind die größten landlebenden Schildkröten mit einer Panzerlänge von 120 cm und einem Gewicht bis 250 kg. Es werden zwei Arten von Riesenschildkröten unterschieden, die in weit voneinander entfernten Lebensräumen beheimatet sind. Auf den Galápagosinseln im Pazifischen Ozean leben die Elefanten- oder Galapagos-Schildkröten, wohingegen die ähnlichen Seychellenschildkröten auf den Inseln der Seychellen im Indischen Ozean beheimatet sind. Beide Arten zeichnen sich durch einen sehr dunkel gefärbten Rückenpanzer aus, der bei der Seychellenschildkröte ein charakteristisches Nackenschild aufweist, welches der Elefantenschildkröte fehlt.

Früher waren die Seychellen-Riesenschildkröten auf zahlreichen Inseln des Indischen Ozeans verbreitet. Auf vielen dieser Inseln wurden die Schildkröten durch den Einfluß des Menschen ausgerottet, so auf Mahé, auf Mauritius, und auf den Komoren. Vor allem für Seeräuber und Walfischfänger waren die Riesenschildkröten in den vergangenen Jahrhunderten eine leichte Beute. Das Fleisch und Fett der Schildkröten war eine beliebte Abwechslung der einseitigen Fischnahrung, zumal die Schildkröten problemlos als „lebende Konserven“ auf langen Seereisen mitgeführt werden konnten.

In der heutigen Zeit sind es verwilderte, vom Menschen eingeführte Haustiere, wie Hunde, Katzen und Ratten, welche die Eier und Jungtiere der Schildkröten gefährden. Lediglich auf der Insel Aldabra und auf wenigen anderen kleinen Inseln der Seychellen konnten die Seychellenschildkröten bis in die Gegenwart überleben.

In Zoologischen Gärten werden Riesenschildkröten nicht häufig gezeigt. In warmen Regionen können diese Schildkröten ganzjährig auf offenen Grasanlagen gehalten werden. In kälteren Regionen werden die nicht winterfesten, wärmeliebenden Tiere in den Wintermonaten in Warm- oder Tropenhäuser überführt. Als Futter bietet man eine Mischkost aus Obst und Gemüse. Zuchterfolge der sehr langlebigen Riesenschildkröten stellen auch heute noch eine Seltenheit dar.