Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Nasua nasua
Verbreitung: Südamerika
Lebensraum:
Lebensweise: Männchen sind Einzelgänger, Weibchen leben in kleinen Mutterfamilien
Nahrung: Nagetiere, Vögel, Eier, Lurche, Fische, Insekten, Würmer, Schnecken, Muscheln, Obst, Nüsse
Grösse: 45 bis 65 cm
Gewicht: Männchen bis 6 kg, Weibchen bis 5 kg, Neugeborene 150 g
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 70 bis 77 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 4 Junge
Geschlechtsreife: mit 2 bis 3 Jahren
Lebenserwartung: bis 18 Jahre

Der Südamerikanische Nasenbär gehört zu der Familie der Kleinbären. Bezeichnend ist die lang gezogene Schnautzenpartie mit einer äußerst beweglichen Nase. Der Körper ist schlank und hochbeinig und endet in einem körperlangen Schwanz mit dunkler Ringelzeichnung. Die kleinen runden Ohren sind nahezu ganz im äußerst variabel gefärbten Fellkleid verborgen.

Als reine Tagtiere leben die Südamerikanischen Nasenbären gesellig in großen Weibchenverbänden, denen sich ein einzelnes Männchen zur Fortpflanzungszeit hinzugesellt. Zu dieser Zeit markieren die Männchen mit ihrem Urin markante Punkte im Wohngebiet der Weibchen und vertreiben alle männlichen Rivalen. Außerhalb der Paarungszeit sind männliche Nasenbären Einzelgänger.

Die weiblichen Nasenbären sind für die Aufzucht der 1 bis 4 Jungtiere alleine verantwortlich. Vor der Geburt sondern sich die Weibchen von dem Familienverband ab. Erst nach fünf Wochen schließen sich die Mutter mit ihren Neugeborenen wieder der Gruppe an. Nach einem Jahr sind die Jungtiere selbständig.

In Zoologischen Gärten wird der Südamerikanische Nasenbär häufig gehalten und regelmäßig gezüchtet. Zumeist werden die Tiere in geselligen Gruppen gehalten. Als Futter bietet man Fleischstücke, Gehacktes, Obst, Reis und Eier. In ihrer Heimat in Südamerika gelten Nasenbären noch nicht als bedroht und sind vielerorts noch recht zahlreich vertreten.