Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Cavia magna
Verbreitung: Pampa, östliches Südamerika
Lebensraum: Saisonal überschwemmte Flussuferzonen
Lebensweise: in Kolonien
Nahrung: Grünpflanzen
Grösse: 25cm
Gewicht: 500g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 64 tage
Wurf-Gelege: 1 - 2
Geschlechtsreife: 6 Wochen
Lebenserwartung: 5 Jahre

Das Sumpfmeerschweinchen ist ein mittelgroßer Vertreter seiner Familie und im östlichen Südamerika beheimatet. Dort bewohnt es ufernahe Zonen an Flussläufen und Deltas, die meist saisonal überschwemmt werden. Sie werden etwas größer als Wildmeerscheinchen und besitzen einen dunklen, langhaarigen Rücken.

Als Anpassung an den feuchten und wassergeprägten Lebensraum haben die Sumpfmeerschweinchen längere und breitere Füße als Wildmeerschweinchen, die auf dem nachgiebigen Bodengrund durch ihre erweiterte Oberfläche einen verbesserten Halt geben. Darüber hinaus besitzen Sumpfmeerschweinchen ausgeprägte Häute zwischen den Zehen, welche ihr Vorankommen im Wasser maßgeblich erleichtern. Sumpfmeerscheinchen gelten als sehr gute Schwimmer, eine Anpassung, die in ihrem Habitat unabdingbar ist. Wie bei allen Meerschweinchen, sind die Jungtiere Nestflüchter, was bedeutet, dass sie gleich vom ersten Tag an mobil sind und sehr schnell selbstständig, d.h. unabhängig von Muttermilch werden. Tatsächlich vermutet man, dass Sumpfmeerschweinchen vom ersten Tag an bereits in der Lage sind zu schwimmen und schon mit einer Woche nehmen sie nur noch feste Nahrung zu sich. Weil die Jungtiere verhältnismäßig groß und weit entwickelt zur Welt kommen, kann die Mutter meist nur ein oder zwei Nachkommen gleichzeitig werfen.

Erst in jüngerer Zeit erhielten Sumpfmeerschweinchen Einzug in die europäischen Zoos und Privatbestände. Die Universität Bielefeld importierte die kleinen Nager für eine Vermehrungsstudie, in Verbindung mit einer Feldstudie in Uruguay. Die Tiere gelten im Freiland als nicht gefährdet.