Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Cuniculus paca
Verbreitung: Mittel- und Südamerika
Lebensraum: Mittel- und Südamerika
Lebensweise: paarweise oder einzelgängerisch
Nahrung: Früchte, Sämereien, Blätter, Triebe, Wurzeln
Grösse: 70 bis 80 cm
Gewicht: bis 12 kg
Paarungszeit: ganzjährig, meist zwei Würfe im Jahr
Trag-Brutzeit: 115-120 Tage
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Lebenserwartung: bis zu 16 Jahre

Pakas sind nach Capybaras, Bibern, Pakarana, Stachelschweinen und Maras die sechstgrößten Nagetiere der Welt. Während das Bergpaka in seiner Verbreitung auf die Bergwälder im Westen Südamerikas beschränkt ist, ist das Tieflandpaka flächendeckend in den tropischen und subtropischen Wäldern vom Süden Mexikos bis nach Paraguay und in den Süden Brasiliens verbreitet. Hierbei werden Wälder in Gewässernähe bevorzugt, denn Pakas sind ausgezeichnete Schwimmer und versuchen bei Gefahr meist, ins Wasser zu entkommen.
Der Name Paka stammt aus der indigenen Tupi-Sprache der brasilianischen Atlantikküste und bedeutet neben dem Begriff für die Tierart auch „wachsam“.
Der stämmige Körper weist eine überwiegend braune Grundfärbung auf, am Bauch ist diese gelblich oder weiß. Drei bis fünf Reihen weißer Flecken zieren die Seiten. Eine anatomische Besonderheit ist der vergrößerte Jochbogen, der als Resonanzkörper dient.
In der Wildbahn sind Pakas überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. In der Dunkelheit können sie sich mit ihrem guten Geruchssinn, den an die Dunkelheit angepassten Augen sowie der ausgeprägten Tasthaare orientieren.
Paare besetzen ein Territorium von zwei bis drei Hektar und graben dort bis zu 9 m lange Bauten. Duftmarkierungen, darunter auch das gegenseitige Besprühen mit Urin, spielen hierbei eine wichtige Rolle und Pakas mit einem unvertrauten Geruch werden attackiert und vertrieben.
Das Fleisch des Tieflandpakas gilt als Delikatesse und ist sehr begehrt. Daneben richtet es teilweise Schaden auf Feldern an, etwa Mais- oder Zuckerrohrpflanzungen. Es wird daher in großen Teilen des Verbreitungsgebiet bejagt, so dass der Bestand örtlich stark zurückgegangen ist, auch aufgrund von Lebensraumzerstörung. Insgesamt gilt der Art aber weiterhin als gesichert und kommt in zahlreichen Schutzgebieten vor, so dass die Weltnaturschutzunion IUCN sie weiterhin als nicht gefährdet („Least Concern“) eingestuft.
In zoologischen Gärten werden Tieflandpakas aufgrund ihrer überwiegend nachtaktiven Lebensweise selten gehalten, einige Individuen zeigen sich jedoch auch tagsüber gut.