Die Grundfärbung der Nilgans ist hellbraun. Die Oberseite des Gefieders ist deutlich dunkler und variiert zwischen graubraun und rotbraun. Hals und Kopf sind ebenfalls hellbraun. Die Augen adulter Vögel sind mit einem dunkelbraunen Augenring versehen. Auf der Brust ist ebenfalls ein dunkelbrauner Fleck zu sehen. Die Färbung der Geschlechter ist identisch, sie lassen sich lediglich anhand der Größe unterscheiden, wobei das Männchen insgesamt größer wird als das Weibchen. Der Schnabel und die langen Beine sind blassrosa bis rosarot. Die Flügeldecken sind am Ansatz weiß und gehen zur Spitze in ein Dunkelgrau über, das teilweise metallisch schimmert.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Süd- und Ostafrikas. Sie besiedeln dort verschiedenste Habitate in Wassernähe. Vor allem seichte Seen, Teiche, Tümpel und langsam fliessende Gewässer zählen zu ihren bevorzugten Lebensräumen. Nilgänse sind in Höhen von über 3.000 Metern anzutreffen.
Die Nilgänse ernähren sich überwiegend von pflanzlicher Kost. Man sieht sie oft auf Wiesen weiden oder im Flachwasser nach Nahrung gründeln. Hier und da fressen sie auch kleinere Insekten.
Während der Brutzeit verhalten sich Nilgänse sehr territorial und dulden keine anderen Enten- oder Gänsevögel in ihrer Nähe. Es wurde auch schon beobachtet, daß sie selbst große Graureiher angreifen, die sich dem Gelege oder der Brut näherten. Das Weibchen legt maximal 10 weiße Eier, die sie alleine in rund 30 Tagen ausbrütet. Der Ganter wacht in dieser Zeit über das Gelege und seine Partnerin. Nach dem Schlupf der Jungtiere beteiligt er sich an der Aufzucht des Nachwuchses. Nach etwa 10 Wochen sind die Jungvögel flügge und verlassen den Familienverband.
In Europa zählt die Nilgans zu den besonders erfolgreichen Neubürgern. Sie wurde bereits im 18. Jahrhundert in England eingebürgert und ist mittlerweile in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas zu Hause. Ihr Bestand ist nicht bedroht.
In Zoologischen Gärten wird die Nilgans insofern oft zwangsläufig gehalten, als sie sich auf dem Gelände niederlässt.