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Tomatenfrosch

Dyscophus antongilli

  • Verwandschaft: Amphibien, Froschlurche
  • Verbreitung: Afrika
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  • Lebensweise: einzeln oder gesellig
  • Nahrung: Insekten, Würmer, Kleinsäuger
  • Körpergröße: bis 10 cm
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  • Paarungszeit: Frühjahr
  • Tragzeit: bis maximal 1 Monat
  • Wurfgröße: 1000 bis 1500 Eier
  • Geschlechtsreife: mit 1 Jahr
  • Lebenserwartung: ca. 5 Jahre
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  • Bewertung:
  • Der Tomatenfrosch hat einen gedrungenen, in der Draufsicht beinahe rundlichen Körper mit einem breiten Kopf und sehr kurzer Schnauze. Die Augen mit ihren nahezu runden Pupillen stehen weit auseinander. Durch die intensiv orange, rote bis rotbraune Färbung der glatthäutigen Oberseite mag der Frosch an eine am Boden liegende Tomate erinnern. Die Bauchseite ist gelblich-weiß. An der Kehle können manchmal schwarze Punkte vorhanden sein. Es ist ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus zu beobachten, da die Männchen nur höchstens 65 mm, die Weibchen aber bis zu 105 mm groß werden.
    Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich an der Ostküste Madagaskars von der Bucht von Antongil bis in die Region südlich von Tamatave. Die Höhenverbreitung liegt zwischen Meereshöhe und 200 Metern NN. Der Tomatenfrosch lebt terrestrisch und ist nachtaktiv. Erst bei Einbruch der Dunkelheit verlässt er sein selbst gegrabenes Versteck in der Laubschicht des Regenwaldes. An den mit Schwimmhäuten versehenen Hinterfüßen besitzen die Tiere unterseits schaufelförmig umgebildete Grabschwielen, mit denen sie sich im Boden eingraben können.
    Die Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven, Mollusken, Kleinsäugern, anderen Amphibien sowie Regenwürmern. In der Trockenzeit wird eine Ruhephase eingelegt. Bei Störungen und Gefahr blähen sich Tomatenfrösche auf und können ein Hautdrüsensekret mehrere Zentimeter weit verspritzen, das für den Menschen allerdings ungefährlich ist.
    Zu Beginn der Regenzeit im März suchen Tomatenfrösche Sümpfe, flache Tümpel oder Wassergräben auf. Das Männchen äußert wie dumpfes Hühnergegacker klingende Balzrufe. Der nach der Paarung abgegebene und dabei äußerlich besamte Laich verteilt sich wie ein Film an der Wasseroberfläche und enthält je Gelege etwa 1000 bis 1500 schwarz-weiße, drei Millimeter große Eier. Bereits nach 36 h schlüpfen 6 mm große Kaulquappen.
    Durch Lebensraumzerstörung bei gleichzeitig sehr kleinem Verbreitungsgebiet ist der Tomatenfrosch in seinem Bestand gefährdet. Zusätzlich stellen illegale Fänge für den Tierhandel eine ernste Bedrohung dar. In Europa wird der Tomatenfrosch nur in wenigen Zoos gehalten. Die erfolgreiche Zucht ist eine der vielen Herausforderungen in der Zootierhaltung.
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