Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Gulo gulo
Verbreitung: Nordamerika, Nordeuropa, Nordasien
Lebensraum:
Lebensweise: zumeist Einzelgänger
Nahrung: Huftiere, Kleinsäuger, Vögel, Aas, Beeren
Grösse: bis 45 cm
Gewicht: bis 20 kg, Neugeborene bis 100 g
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 35 bis 42 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 4 Jungtiere
Geschlechtsreife: mit 2 Jahren
Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Mit einer Körperlänge von nahezu 1 m und einem Gewicht bis zu 20 kg ist der Vielfraß der größte Vertreter der Marderartigen. Mit seinem dichten braunen Fell ist er hervorragend gegen die Kälte in seinem natürlichen Lebensraum geschützt, der sich über die eisigen Zonen der Tundra, Taiga und der Nadelwälder der nördlichen Halbkugel erstreckt. Die extrem breiten Füße verhindern zudem ein Einsinken in den Schnee. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich kaum, obschon die männlichen Tiere etwas größer und kräftiger sind als die Weibchen.

Vierlfraße leben zumeist als Einzelgänger, die tagsüber und in der Dämmerung ihr riesiges Revier nach allerlei Freßbarem durchstreifen. Neben kleineren Säugetieren, Aas und Früchten scheut sich der Vielfraß auch nicht selbst junge Rentiere oder Elche zu erbeuten. Auch Vögel sind vor dem Vielfraß nicht sicher, vermag er doch hervorragend zu klettern. Vornehmlich hält sich der Vielfraß jedoch auf dem Boden auf, wo er in selbst gegrabenen Erdgruben ruht und ausreichend Schutz vor widrigen Witterungsbedingungen findet.

Die Paarung der Vielfraße erfolgt im Frühjahr. Obschon die eigentliche Tragzeit nur etwas mehr als einen Monat beträgt, kommen die Jungtiere erst ein Jahr später zur Welt, da sich bei Vielfraßen eine verzögerte Implantation der Eizelle zeigt, die erst im Frühjahr des Folgejahres erfolgt. Die bis zu 4 Jungtiere werden in einer schützenden Höhle geboren und von der Mutter alleine aufgezogen. Bereits nach 3 Monaten gleichen die sehr schnell wachsenden Jungtiere in Größe und Färbung ihren Eltern.

In Zoologischen Gärten werden Vielfraße recht selten gezeigt, wohl aus Sorge um die Ausbrecherkünste dieser furchtlosen Räuber. Mauern und Zäune stellen für die klettergewandten Vielfraße keine Hindernisse dar, es sei denn, diese sind mit zusätzlichen Elektrodrähten gesichert.

In der Natur sind Vielfraße gebietsweise bedroht, da sie vom Menschen einderseits als lästiges Raubwild betrachtet und gejagd werden, und andererseits ihres weichen Felles wegen erbeutet werden.