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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Geronticus eremita
Verbreitung: Marokko, Südspanien
Lebensraum:
Lebensweise: gesellig in großen Trupps
Nahrung: Insekten, Käfer, Weichtiere, Frösche Fische
Grösse: 70 bis 80 cm
Gewicht: 1 bis 1,5 kg
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 24 bis 28 Tage
Wurf-Gelege: 2 bis 4 Eier
Geschlechtsreife: mit 3 Jahren
Lebenserwartung: über 20 Jahre

In früheren Jahren war der Waldrapp im gesamten südeuropäischen und nordafrikanischen Raum beheimatet. Auch in den deutschen Alpen war der Waldrapp vertreten. Aufgrund intensiver Bejagung überlebt der Waldrapp heutzutage allerdings nur noch in Schutzgebieten in Marokko und in einem Nationalpark im Süden Spaniens. Der Waldrapp hat ein durchgehend dunkelbraunes, schimmerndes Gefieder und trägt einem dunklen Federschopf am Nacken. Das nackte Gesicht, der Schnabel und die Beine sind rot gefärbt. Wie bei allen Ibisvögeln hat auch der Waldrapp einen langen, schlanken, sichelförmig abwärts gebogenen Schnabel, mit dem die Nahrung aus weichem Boden gestochert wird. Der Schnabel eignet sich aber auch vorzüglich zur Jagd nach Insekten, Käfern, Fröschen und Fischen. Der Waldrapp brütet gesellig in Kolonien an steilen Felswänden. Die flachen Nester aus Ästen und Zweigen werden auf Felsvorsprüngen oder kleinen Nischen gebaut. Trockenes Gras wird zum Auspolstern des Nestes genutzt. Beide Elternvögel bebrüten die Eier und ziehen die Jungvögel auf. In Zoologischen Gärten werden Waldrapps heutzutage recht häufig gehalten. Zuchterfolge sind hervorragend, so daß seit einigen Jahren Zoonachzuchten erfolgreich ausgewildert werden können, um die bedrohten Wildpopulationen in den verbliebenen Rückzugsgebieten zu stärken. Der Waldrapp steht heute unter strengem Naturschutz. Im Zoo bietet man dem Waldrapp ein Weichfutter aus Getreideschot, Garnelen, Hackfleisch, Hundefutter, gehacktem Fisch und gemahlenen Möhren. Zur Jungenaufzucht reicht man zudem Insekten, Würmer und kleine Fische. Gemeinhin werden Waldrapps in großen Flugvolieren mit felsiger Rückwand gehalten.