Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Otidiphaps aruensis
Verbreitung: Aru-Inseln
Lebensraum: Primärer Regenwald
Lebensweise: Bodenbewohner
Nahrung: Früchte, Sämereien
Grösse: bis 50 cm
Gewicht: bis 560 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 28 Tage
Wurf-Gelege: 1 Ei
Geschlechtsreife: Männchen mit 4 Jahren, Weibchen mit 1,5 Jahren
Lebenserwartung: bis 26 Jahre

Weißnacken-Fasantauben bewohen die Regenwälder der Aru-Inseln westlich von Neuguinea. Sie sind bodenbewohnende Tauben, die nur ab und zu zum Schlafen auf einen Baum fliegen. Auch ihr Nest bauen sie am Boden oder in sehr geringer Höhe in Zweigen. Ein Gelege besteht aus einem Ei, aus dem nach etwa 28 Tagen die Küken schlüpfen. Die Jungvögel werden mit ca. 30 Tagen flügge.

Namensgebend ist der weiße Fleck im Nacken der Tiere, der sie von anderen Fasantaubenarten unterscheidet. Ehemals galten diese als Unterarten einer Fasantaubenart. Systematisch gehört die Weißnacken-Fasantaube zu den Taubenvögeln, ihr Körperbau erinnert aber eher an einen Fasan. Beispielsweise der Schwanz ist fasanähnlich, während der Kopf taubenartig ist. Man vermutet, dass die äußeren Ähnlichkeiten entstanden sind, da sie in ihrem Verbreitungsgebiet die ökologische Nische der dort nur durch eine Wachtelart vertretenen Hühnervögel besetzen.

Die IUCN stuft diese Unterart als „Gefährdet“ ein, da sie ein sehr kleines Verbreituungsgebiet hat, welches durch Lebensraumzerstörung immer kleiner wird. In Europa wird der Bestand durch ein Europäisches Zuchtbuch (ESB) koordiniert und wächst dank zunehmend guter Zuchterfolge kontinuierlich an.