Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Cercocebus lunulatus
Verbreitung: Westafrika
Lebensraum: Tropische Regenwälder und Galeriewälder
Lebensweise: Gruppen von über 20 Tieren
Nahrung: Früchte, Grünpflanzen, Samen, Kleintiere
Grösse: 50 - 60 cm
Gewicht: 4-10 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 170 Tage
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: 3 Jahre
Lebenserwartung: 25 Jahre

Die Weißscheitelmangabe ist ein Primat aus der Familie der Meerkatzenverwandten. Wie für die Gattung der Weißlid-Mangaben typisch, besitzt sie ein weißes Augenlid, welches markant aus ihrem Gesicht hervorsticht. Namensgebend ist auch der weiße Fleck am Hinterkopf, der sich deutlich vom ansonsten grau-braun gefärbten Fell abhebt.

Der Lebensraum der Weißscheitelmangabe ist auf ein sehr kleines Verbreitungsgebiet im westlichen Afrika beschränkt. Die Weißscheitelmangabe gilt als vom Aussterben bedroht, weil dieser Lebensraum durch Abholzung der Regenwälder zur Gewinnung von Edelhölzern und landwirtschaftlicher Flächen zunehmend verschwindet. Darüber hinaus bedrohen die Tiere die Jagd und der Fang zum menschlichen Verzehr. Sogenanntes „Bushmeat“, welches günstig und durch die Illegalisierung rar geworden ist, ist leider noch in allen lokalen Bevölkerungsschichten gefragt. Die Population der Weißscheitelmangabe wird auf weniger als 100 Tiere geschätzt. Zum Schutz dieser und aller anderen bedrohten Tierarten in diesem Gebiet, wurde die „West African Primate Conservation Action (WAPCA)“ ins Leben gerufen, welche sich für den Erhalt der Primaten und deren Lebensraum einsetzt.

Mit aktuell drei Haltungen deutschlandweit ist die Weißscheitelmangabe noch ein seltenes Zootier in Deutschland, doch immer mehr zoologische Einrichtungen richten ihr Augenmerk auf diese Tierart und unterstützen WAPCA, indem sie diese Mangabe halten und züchten wollen.