Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Dendrocygna viduata
Verbreitung: Afrika südlich der Sahara und Südamerika
Lebensraum:
Lebensweise: häufig in großen Schwärmen, zur Brutzeit paarweise
Nahrung: Wasserpflanzen, Samen, Weichtiere, Wasserinsekten
Grösse: bis 45 cm
Gewicht: bis 45 cm
Paarungszeit: im Frühjahr und Sommer
Trag-Brutzeit: 26 bis 28 Tage
Wurf-Gelege: 8 bis 12 Eier
Geschlechtsreife: mit 1 Jahr
Lebenserwartung: über 15 Jahre

Witwenenten gehören zu der Gruppe der sogenannten Baumenten, obwohl Witwenenten nur sehr selten aufbaumen oder in Baumhöhlen brüten, sondern sich primär, wie die meisten anderen Entenarten auch, auf dem Boden und auf dem Wasser aufhalten. Mit ihren langen Beinen und dem schlanken Körper sind Witwenenten hierbei gleichermaßen auf dem trockenen Land wie auf dem Wasser Zuhause. Allerdings bleiben Witwenenten immer in Gewässernähe, wo man sie häufig in großen Schwärmen am Ufer oder auf Sandbänken sitzen sieht. Mit ihrem dunklen Gefieder und dem markanten schwarzweiß gezeichneten Kopfgefieder sind Witwenenten unverwechselbar. Ebenso charakteristisch ist ihr pfeifender Ruf, den diese sehr ruffreudigen Enten häufig erklingen lassen. Äußerlich sind Männchen und Weibchen nicht zu unterscheiden. Witwenenten haben ein riesiges Verbreitungsgebiet, das nahezu ganz Südamerika, Teile Mittelamerikas und den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara einschließt. Als sehr anpassungsfähige Art finden sich Witwenenten nicht nur in Feuchtgebieten, an Flüssen und Seen, sondern sie nutzen auch gerne künstlich geschaffene Gewässer. Hier sieht man die Witwenenten häufig gemeinsam mit anderen Entenarten, die im großen Schwarm der Witwenenten geduldet werden. Zumeist im Frühjahr oder Sommer, häufig bestimmt durch die Regenzeit in den jeweiligen Regionen, schreitet die Witwenente zu Brut. Nester werden in der Ufervegetation oder in hohem Gras errichtet, sehr selten auch in Baumhöhlen. Die bis zu 12 Eier werden etwa 27 Tage lang bebrütet. In Zoologischen Gärten werden Witwenenten gerne gehalten, obschon die Vögel, im Gegensatz zu den vielen Entenarten der nördlichen Breiten, in sehr kalten und lange anhaltenden Wintern in ein Warmhaus überführt werden sollten. Im Freiland sind Witwenenten noch sehr weit verbreitet, obschon regional, wie z.B. in Mittelamerika, die Populationen rückläufig sind