Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Choloepus didactylus
Verbreitung: nördliche Südamerika
Lebensraum: tropischer Regenwald
Lebensweise: überwiegend nachtaktive Einzelgänger
Nahrung: Blätter, Blüten, Früchte
Grösse: 60 bis 85 cm
Gewicht: 5 bis 8 kg, Neugeborene bis 400 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 6 Monate
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: mit 2 bis 3 Jahren
Lebenserwartung: bis 35 Jahre

Die fünf in Mittel- und Südamerika beheimateten Faultierarten zählen zu den ungewöhnlichsten Säugetieren. Aufgrund ihres runden, abgeflachten Gesichtes wurden Faultiere ursprünglich in die Verwandtschaft der Affen gestellt, bevor sie schließlich einer eigenen Ordnung zugeteilt wurden.

Namensgebend für die Faultiere ist ihre Bedächtigkeit mit ihren zeitlupenhaften Bewegungen. Zudem schlafen Faultiere bis zu 15 Stunden am Tag.

Einzigartige anatomische Besonderheiten ermöglichen den Faultieren eine derart träge Lebensweise. Mit ihren langen, schmalen, zu Greifhaken umfunktionierten Händen und Füßen, die in langen Sichelkrallen enden, können sich Faultiere mühelos im Geäst der Bäume festhalten. Hierbei hängen sie – einmalig im Tierreich – mit dem Bauch nach oben und dem Rücken nach unten. Auf diese Weise wächst den Faultieren ihre Blätternahrung nahezu direkt in den Mund. Aufgrund ihres durch Algen grünlich schimmernden Fellkleides können sich Faultiere in dieser Form gut getarnt vor Raubfeinden ihrer täglichen Nahrungssuche widmen. Regenwasser fließt dabei problemlos von den Tieren ab, denn der Scheitel des Haarkleides verläuft, anders als bei den übrigen Säugetieren, nicht entlang der Wirbelsäule, sondern auf der Mittellinie von Brust und Bauch.