Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Choeropsis liberiensis
Verbreitung: Westafrika
Lebensraum: tropischer Regenwald
Lebensweise: Einzelgänger
Nahrung: Wasserpflanzen, Gräser, Kräuter, Laub, Früchte
Grösse: 75 bis 85 cm,140 bis 170 cm
Gewicht: 180 bis 260 kg,Neugeborene 3,5 bis 8,0 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 6 bis 7 Monate
Wurf-Gelege: zumeist 1, selten Zwillinge
Geschlechtsreife: mit 4 bis 5 Jahren
Lebenserwartung: über 40 Jahre

Die Familie der Flusspferde umfaßt zwei Arten – das eigentliche Flußpferd sowie das Zwergflußpferd. Beiden Arten ist die charakteristische äußere Erscheinung gemein, mit einem walzenförmigen Körper, einem breitschnäuzigen Kopf und kurzen stämmigen Beinen mit jeweils vier Zehen. Die nackte Haut is glatt und reich an Schleimdrüsen und nur wenige Borstenhaare finden sich an der Schnauze, den Ohrrändern und dem kurzen abgeplatteten Schwanz.

Das nur maximal 260 kg schwere Zwergflusspferd ist der kleine Verwandte des wesentlich bekannteren, bis 3200 kg schweren Flusspferdes. Zwergflusspferde unterscheiden sich nicht nur durch ihre geringe Größe von den eigentlichen Flusspferden, sondern wirken zudem wesentlich hochbeiniger, zeigen einen deutlich hochgewölbten Rücken und haben einen recht kleinen Kopf mit wenig hervorgehobenen Nasenlöchern und Augenhöhlen.

Das recht kleine Verbreitungsgebiet der Zwerglusspferde liegt in den tropischen Regenwäldern Westafrikas, während das Flusspferd in den weiten Savannenlandschaften Afrikas südlich der Sahara bis nach Südafrika anzutreffen ist. Jeder Safarireisende kennt das Prusten und Schnauben der Flußpferde, die in gelegentlich recht großen sozialen Verbänden in Flüssen und Seen heimisch sind. Zwergflusspferde hingegen sind Einzelgänger, die sich häufig in sumpfigen Niederungen oder im Uferdickicht von Bächen und Flüssen aufhalten, das Wasser jedoch nur selten, zumeist bei drohender Gefahr, aufsuchen. Durch schnelles Wedeln ihres Schwanzes versprühen Zwergflusspferde Kot und Urin und markieren auf diese Weise ihre festen Reviere. Nur zur Paarungszeit finden Männchen und Weibchen zueinander.

In Zoologischen Gärten werden die erst 1844 entdeckten Zwergflusspferde heutzutage recht häufig gehalten. Die Zucht verläuft durchaus erfolgreich. Durch zunehmende Zerstörung des natürlichen Lebensraumes ist das Zwergflusspferd im Freiland von der Ausrottung bedroht.