Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Capra aegagrus hircus
Verbreitung: Westafrikanischen Ursprungs
Lebensraum: Trockenes Kulturland
Lebensweise: In Herden
Nahrung: Gräser, Rinde, Blätter, Pflanzenfasern
Grösse: Schulterhöhe 50 cm
Gewicht: 20-30 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 5 Monate
Wurf-Gelege: 1-3 Jungtiere
Geschlechtsreife: 6 Monate
Lebenserwartung: 15 Jahre

Bereits vor über 10.000 Jahren wurde im Orient die Bezoarziege domestiziert, und gilt heute als Stammform aller Hausziegenrassen. Die domestizierte Ziege erreichte über Land auch den afrikanischen Kontinent und wurde im Westlichen Afrika schließlich zu einer kleinen Ziege mit einem gedrungenen Körperbau, der sogenannten westafrikanischen Zwergziege. Die afrikanische Zwergziege wurde vor allem zur Fleischgewinnung gehalten. Die Ziege bewährte sich als Fleischlieferant, weil sie sich selbst in den unwirtlichsten Gegenden hält und gedeiht. Selbst die kargste Nahrung kann eine Ziege verwerten, so ließe sie sich beispielsweise in Hungerzeiten selbst mit Pappkarton ernähren, und würde wohl dennoch Fleisch ansetzen! Nicht umsonst wird die Ziege auch als „Kuh des armen Mannes“ bezeichnet. Ihre Verzwergung stellt eine Anpassung an die ungünstigen Lebensbedingungen Westafrikas dar, denen sie zur Zeit ihrer Entstehung ausgesetzt war. Zur Milchgewinnung wurde diese Haustierrasse nicht gezüchtet. Die Zwergziege produziert nur sehr wenig Milch.

Im 17. Jahrhundert erreichten Ziegen vom Typus der Zwergziege auch Europa. Von schwarz über braun und weiß, kann sie in allen erdenklichen Kombinationen auftreten, ist jedoch stets durch ihren kleinen Wuchs gekennzeichnet. Sowohl weibliche, als auch männliche Ziegen tragen Hörner, wobei die der Böcke säbelförmig nach hinten gebogen sind und eine Länge von über 30 cm erreichen. Die Hörner der Geißen sind kürzer und spitz geformt können somit durchaus als Waffe gegen Fressfeinde eingesetzt werden.

Da die Zwergziege in keinem Streichelzoo fehlen darf, ist sie nach dem blauen Pfau das häufigste Zootier Europas!